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Vom Zelt zum Tempel
Nach
dem
Bericht
der
Fünf Bücher Mose wurde am Sinai ein
Zeltheiligtum angefertigt, das den Hebräern auf der
40jährigen Wanderung in der Wüste als Kultstätte diente.
Erst nach der Ansiedlung in Kanaan gab es einen festen Kultort,
zunächst in Silo, dann wohl in Gibeon, wobei weiterhin die
Kultgeräte aus der Wüstenzeit genutzt wurden. Erst nach der
Eroberung Jerusalems durch König David wurde dort unter seinem
Sohn Salomo der Tempel errichtet, der von nun an das Kultzentrum der
zwölf Stämme wurde. Nach der Rückkehr aus dem Exil wurde
der Tempel neu errichtet, der dann bis zur Zeitenwende bestehen blieb.
Dann gab König Herodes den Auftrag, das Heiligtum völlig neu
zu errichten.
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Das Heilige Zelt
Im Buch Exodus wird
ausführlich darüber berichtet, wie das Heilige Zelt gestaltet
und eingerichtet wurde. Das Heiligtum war demnach so gestaltet, dass es
beim Aufbruch der Stämme zerlegt und abtransportiert werden
konnte. Interessanterweise fanden sich bei Timna die Überreste
eines von den Midianitern genutzten Zeltheiligtums. Das in der Bibel
beschriebene Heiligtum hatte also ein reales Vorbild.
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Der Tempel Salomos
Der Tempel, den König Salomo
errichten ließ, war im Vergleich zu anderen Tempelbauten seiner
Zeit recht bescheiden. Für die benötigten Materialien hatte
schon König David gesorgt, doch benötigte Salomo die Hilfe
des in Metallarbeiten versierten Tyrers Hiram-Abi. Aufgeteilt war der
Tempel in drei Räume, eine Vorhalle, das "Heilige" und das
"Allerheiligste". Im Heiligen standen zehn Leuchter, der Schaubrottisch
und der Räucheraltar. Das Allerheiligste barg die Bundeslade, die
unter zwei großen Cheruben aus vergoldetem Olivenholz aufgestellt
wurde. Die vor dem Tempel aufgestellten Säulen Jachin und Boas und
das gewaltige Eherne Meer waren die Meisterwerke Hiram-Abis.
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Die Tempelgeräte
Der größte Schatz
des Tempels war die Bundeslade. Auf ihr thronte JHWH und es sollen sich
in ihrem Inneren die Tafeln mit den 10 geboten befunden haben. Auch der
Leuchter - im Heiligen Zelt nur einer, im Tempel Salomos zehn -
gehörte zu den wichtigsten Kultgeräten. Für den zweiten
Tempel wurde ein neuer Leuchter angefertigt, der wiederum erstetzt
wurde, als er von König Antiochos verschleppt wurde. Der Leuchter
war das prunkvollste Beutestück, das im Triumph des Kaisers Titus
über die Juden durch die Straßen Roms geführt wurde.
Das Eherne Meer war eine gewaltige Bronzeschale, gelagert auf den
Rücken von zwölf bronzenen Stieren. Das darin befindliche
Wasser diente wahrscheinlich den Priestern für Waschungen.
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Der Tempel des Herodes
Mit dem Umbau des Tempels durch
König Herodes wurde der Tempel von Jerusalem zu einem antiken
Prachtbau. Dazu wurde der gesamte Tempelberg umgestaltet. Die
gewaltigen Stützmauern prägen bis heute das Bild dieses
Ortes. Das Allerheiligste blieb - wie schon seit dem zweiten Tempel -
leer. Im Inneren befand sich lediglich der Felsen, auf dem im
Allerheiligsten des Salomonischen Tempels die Bundeslade gestanden
hatte.
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