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Faszination Ägypten
Das uralte Land am Nil
übt weiterhin eine starke Faszination aus. Die Kunstwerke des
Alten Ägypten sind die plastischen Zeugnisse einer frühen
Hochkultur, die über Jahrtausende hinweg ihre Stabilität und
ihren Glanz bewahrte. Die Götterwelt, der Prunk der Herrschaft der
Pharaonen, der geheimnisvolle Totenkult und die Hiero-glyphen
werfen
noch
immer
Fragen
auf,
die noch nicht abschließend
beantwortet sind.
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Die Götter des Alten Ägypten
Im Alten Ägypten gab es viele
Götter, so hatte
jeder Gau seinen eigenen Gott und sein eigenes heiliges Tier. Doch
über allen standen die großen Götter, deren Tempel sich
überall
in Ägypten finden. An der Spitze stand Osiris.
Seine
Schwester
und
Gemahlin
ist
Isis,
die ihn ins Leben zurückbrachte, nachdem der Gott Seth ihn
getötet und zerstückelt hatte. So wurde Osiris Richter der
Toten. Chons ist der Mondgott und er ist
der
Gott, der die bösen Geister vertreibt. In Memphis befand sich das
Zentrum der Verehrung der löwenköpfigen Göttin Sachmet.
Sie galt als das wütende Auge des Sonnengottes Ra und Verderberin
der Feinde der Sonne. Auch machte man sie für Seuchen
verantwortlich. Auch Thoth ist ein
Mondgott. Er wird als Mann mit einem Ibiskopf, als Ibis oder als
Pavian dargestellt. Ihm wurde die Erfindung der Schrift
zugeschrieben und er zeichnete beim Totengericht das Urteil auf. Alle
Götter tragen zumeist auf dem Kopf ihr Symbol.
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Die Pharaonen
Versammelt
sind hier Pharaonen aus verschiedenen Epochen der ägyptischen
Geschichte: Chephren
(um 2520 v. Chr.), der Erbauer der zweiten Pyramide von Giza, Amenemhet
III. (1842-1795
v. Chr.), in Gestalt eines Sphinx dargestellt, Hatschepsut
(1490-1469 v. Chr.), die erste Frau auf Ägyptens Thron, Echnaton
(1365-1347 v. Chr.), der den Gott Aton zum höchsten Gott
erklärte, Ramses
II.
(1290-1224 v. Chr.), der 67 Jahre regierte und ein großer
Bauherr war, und Kleopatra
VII. (69-30
v.Chr., die letzte – griechischstämmige – Königin
Ägyptens.
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Das Grab des Tutanchamun
Das mit seiner vollständigen
Ausstattung im
Jahr 1922 von Howard Carter entdeckte Grab des Tutanchamun
war eine Sensation. Die Grabbeigaben
stammten zum Großteil aus dem persönlichen Besitz des
Pharao
oder waren eigens für die Grabausstattung angefertigt worden.
Besonders beeindruckend sind Plastiken wie der Wächter,
der
an der Tür zur Grabkammer stand, die vergoldete Holzstatue
des jagenden Pharao auf einem Boot, und der Anubis-Schrein.
Am
Körper
des
Toten
wurde
zusammen
mit vielen anderen Objekten
das Pektoral und ein „Udjat-Auge“ gefunden. Das
Pektoral trägt in der Mitte einen Skarabäus, der im Original
aus
dem seltenen „libyschen Wüstenglas“ besteht, was erst seit 1998
bekannt ist. Alle diese Amulette sollten dem Schutz des Toten bei
seiner Reise durch die Unterwelt helfen.
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Die Hieroglyphen - Skarabäus
Auf allen Bauten Ägyptens finden sich
lange, in
Hieroglyphen abgefaßte Inschriften, nahezu jeder Gegenstand ist
in
irgendeiner Weise beschriftet. Auch tragen Tausende von Papyri
Urkunden, Verwaltungstexte, medizinische Rezepte, religiöse
Texte und Literatur. Doch seit dem 5. Jhd. n. Chr. konnte niemand
mehr die Inschriften lesen. Bis ins 18. Jhd. rätselte man an
der Bedeutung der Hieroglyphen. Da brachte der Stein von
Rosette - entdeckt im Jahr 1799 - die Wende. Da
hier
derselbe Text in Hieroglyphen, demotischer Schrift und Griechisch
eingemeißelt ist, konnte Jean Francois Champollion 1822 die
Hieroglyphen entziffern und begründete damit die
wissenschaftliche Ägyptologie. Die in Kartuschen gefassten
Pharaonennamen waren dabei der Schlüssel zu die
epochemachenden
Entdeckung.
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