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Jörg Dendl
Die Kreuzzüge
300 Jahre Kampf um das Heilige Land
von Jörg Dendl

Letztes Update:
06. Mai 2004


 
Inhalt
Die Vorgeschichte Papst Urban II. in Clermont
Der Volkskreuzzug Der Erste Kreuzzug
Die Kreuzfahrer Der Zweite Kreuzzug
Der Dritte Kreuzzug Der Kreuzzug Heinrichs VI.
Der Vierte Kreuzzug Der Kinderkreuzzug
Der Fünfte Kreuzzug Der Sechste Kreuzzug
Der Siebte Kreuzzug Die Mongolen
Der Achte Kreuzzug Das Ende der Kreuzzüge
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Die Vorgeschichte der Kreuzzüge

Das Zeitalter der Kreuzzüge begann mit der am 27. November 1095 von Papst Urban II. auf dem Konzil von Clermont gehaltenen Rede. Hatte sich Westeuropa bis dahin weitestgehend nur mit seinen eigenen Angelegenheiten befaß,t, so kam es nun zum Kontakt mit den orientalischen Staaten des Nahen Ostens. Dieser Kontakt war allerdings nicht friedlich.
Schon seit mehreren Jahren waren immer wieder Nachrichten über die Folgen des Vordringens der islamischen Seldschuken nach Kleinasien in den Westen gedrungen. Das Byzantinische Reich käpfte in seinem Kernland um das nackte Überleben. Besonders erschreckend für die mittelalterlichen Menschen war der Umstand, daß hier zum ersten Mal ein christliches Reich von islamischen Eroberern in seiner Existenz bedroht wurde.
Im Jahr1071 war das byzantinische Heer unter Kaiser Romanos IV. bei Mantzikert von den Seldschuken unter Sultan Alp Arslan (Slt. 1063-1073) vernichtend geschlagen worden. Durch die Verdrängung der Byzantiner aus Anatolien kam die dortige Kirche zwar in Bedrängnis und der Landweg zu den heiligen Stätten in Palästina wurde erschwert, doch wurde dieser Umstand überbewertet. Kaiser Alexios I. Komnenos konnte zwar einige Erfolge im Kampf verbuchen, mußte sich aber letztendlich mit den Seldschuken auf dem Vertragswege einigen, da das ihm zur Verfügung stehende Heer noch immer durch die gewaltigen Verluste bei Mantzikert, aber auch durch die seiner Thronbesteigung vorausgegangenen Bürgerkriege geschwächt war. Er hatte die Hoffnung, seine Truppen durch Söldner aus Westeuropa wieder auffüllen zu können, ahnte aber nicht, was seine Gesandtschaft auslösen würde, die auf dem Konzil von Piacenza im März 1095 um Söldner bat. Zwischen dieser Gesandtschaft und Papst Urbans II. Rede von Clermont lagen nur wenige Monate, doch hat er, bewegt vom Bericht der Boten, die Zeit nicht unnütz verstreichen lassen. Die von ihm entwickelte Idee griff dabei aber weit über die von Alexios I. erhoffte Hilfe hinaus.
Der Papst sah die Christenheit in ihrer Gesamtheit bedroht. Im Westen hatten jahrzehntelang die christlichen Fürsten der iberischen Halbinsel erfolgreich die muslimischen Armeen bekämpft. Diesen Kampf wollte er nun auch in den Osten tragen. Schon vor dem Konzil von Clermont muß Urban II. mit Bischof Adhémar von le Puy und Raimund IV. von Saint Gilles, dem Grafen von Toulouse, der schon im Kampf gegen die spanischen Mauren Erfahrungen im Heidenkampf sammeln konnte, Absprachen getroffen haben.

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Papst Urban II. in Clermont (1095)

Am 27. November 1095 hielt Papst Urban II. auf dem Konzil von Clermont eine flammende Rede. Jeden Mann, ob arm oder reich, niedrig oder hoch, Ritter oder Fürst, rief er auf, sich an einem Feldzug gegen die Seldschuken zu beteiligen. Als Marschziel nannte er Jerusalem, die Heilige Stadt, in der Jesus Christus den Kreuzestod erlitten hatte und am dritten Tage wiederauferstanden war. Die Stadt war über 400 Jahre zuvor von den Muslimen erobert worden. Erst recht nach der Besetzung durch die Seldschuken konnten die christlichen Pilger nur noch unter großen Schwierigkeiten dorthin. Nun sollte diese heilige Stadt mit Waffengewalt wieder unter die Herrschaft der Christen gebracht werden. Als Antwort auf diese Rede trat als erster Bischof Adhémar vor, um das Kreuz zu nehmen, nur einen Tag später folgte Graf Raimund. Die Zuhörer hatten sich spontan die roten Stoffkreuze an die Kleidung geheftet, gelobten, die Kreuzfahrt zu unternehmen und brachen in den Ruf aus: GOTT WILL ES!, der zum Schlachtruf des Zuges werden sollte.

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Der "Kreuzzug des Volkes" (1096)


Schon Monate zuvor waren, angefeuert durch die flammenden Predigten des Einsiedlers Peter von Amiens, Tausende von einfachen Leuten aus verschiedenen Teilen Frankreichs und des Hl. Ršmischen Reiches zur Befreiung des Hl. Grabes von den Heiden aufgebrochen.
Die von Graf Emicho von Leiningen gefŸhrten Horden zogen gegen die Städte des Rheinlandes, in denen große jüdische Gemeinden ansässig waren. In Trier, Mainz, Köln, Worms und anderen Städten, im Osten des Deutschen Reiches auch in Regensburg und selbst in Prag wurden die Juden brutal überfallen und gnadenlos niedergemetzelt. Es ging nicht um Plünderung, um Geldbeschaffung. Den Mordbanden galten die Juden als "Feine Christi". Wenn nun schon der Kreuzzug gegen die Ungläubigen im Nahen Osten gehen sollte, wollte man die Heimat nicht verlassen, ohne sich an den Juden gerächt zu haben. Den Metzeleien konnte von keiner weltlichen oder kirchlichen Macht ein Ende gesetzt werden. Die Bischöfe hatten nicht die Macht und den Einfluß, sich dem Heer der besitzlosen entgegenzustellen. Die Schlachtruf "Taufe oder Tod" war für die glaubenstreuen Juden keine Wahl. Zahllose Juden begingen Selbstmord, töteten selbst ihre Familienangehörigen, damit diese nicht von den rasenden Christen geschändet oder zwangsgetauft würden. Die Chroniken der überlebenden Gelehrtebn sind voll von grauenhaften Berichten über die Ausschreitungen. Doch konnten die Mörder nicht triumphieren. Als sie ihren Weg nach Konstantinopel fortsetzen wollten und dazu das Ungarische Reich betraten, ließ König Koloman von Ungarn sie zwar in sein Land ein, war aber schon von Anfang an mißtrauisch. Als es auch in Ungarn zu Plünderungen und unmenschlichen Greueln kam, ließ er die Kreuzfahrer kurzerhand niedermachen. Nur wenige entkamen.
Peter von Amiens und Walter Sansavoir waren inzwischen mit ihrem Gefolge von Armen nach einigen Schwierigkeiten sicher nach Konstantinopel gelangt. Kaiser Alexios I. war entsetzt, als er sich den zerlumpten Haufen, die kaum richtig bewaffnet waren, gegenübersah. Mit einem solchen Heer konnte er nichts anfangen. Niemals würden diese "Kreuzfahrer" gegen die Seldschuken bestehen können. Doch Peter von Amiens und seine Anhänger bestanden auf dem Weitermarsch. Alexios I. ließ sie am 6. August 1096 über den Bosporus setzen. Als sie allerdings den Boden Kleinasiens betreten hatten, scheiterte der Kreuzzug des Volkes kläglich. Sie unternahmen einige Überfälle auf seldschukisches Gebiet, was allerdings dazu führte, daß das gesamte Volksheer am 21. Oktober 1096 bei Xerigordon von den Seldschuken aufgerieben wurde. Nur wenige, darunter Peter von Amiens, überlebten das Massaker.

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Der Kreuzzug der Ritter (1096-1099)

Die Truppen der Fürsten und Ritter brachen am 15. August 1096 auf. Der Rest des Jahres verging unter strapaziösen Märschen, sodaß die Marschkolonnen um Weihnachten 1096 in Konstantinopel, dem Sammelpunkt der Heere, eintrafen. Das Eintreffen der ritterlichen Kontingente war nach den Schwierigkeiten mit dem Volksheer von Seiten der Byzantiner nicht ohne Sorge zu sehen. Alexios I. versuchte sich die Heere zu sichern, indem er deren Führer zwang, ihm den Lehnseid zu leisten, der sie verpflichten sollte, alle ehemals byzantinischen Gebiete, die sie eroberten, an den Kaiser abzutreten. Er hatte Söldner verlangt und stand nun souveränen Fürsten gegenüber, die nicht Kleinasien für ihn zurückerobern wollten, sondern tatsächlich nach Jerusalem marschieren wollten. Unter den Intrigen der Kreuzfahrer und den verzweifelten diplomatischen Bemühungen Alexios I. um die Leistung des Lehnseids durch die Kreuzfahrerfürsten verzögerte sich der Aufbruch der Heere bis in den April 1097.
Ziel des Marsches war Nikaia, das am 19. Juni 1097 erobert wurde und so wieder in byzantinische Hand kam. Die Byzantiner hatten den Kreuzfahrern die blutige Seite des Kampfes überlassen, hatten aber selbst auf diplomatischem Weg die Eroberung für sich gesichert.
Die folgenden vier Monate verbrachten die Kreuzfahrer auf dem Marsch durhc Anatolien. Als die Seldschuken das Kreuzheer bei Dorylaion aufhalten wollten, konnten sich die Christen in einer gewaltigen Schlacht aus der Falle befreien. Der Weg nach Ikonium war frei. doch mu§te das Heer durch die wasserlose Weite des anatolischen Hochlandes ziehen. Die Verluste durch Hunger, Durst und die pausenlosen Angriffe seldschukischer Streifscharen waren gewaltig.
Durch diese Lage zu Umwegen gezwungen, trafen sie erst Ende September in Caesarea ein. Am 21. Oktober 1097 stand das Heer endlich vor Antiochia. Die Belagerung der schwer befestigten Stadt zog sich hin. Als Kerboga von Mosul zum Entsatz heraneilte, mußten die Kreuzfahrer handeln. Boemund von Tarent hatte einen Verräter in Antiochia gefunden, der die Ritter am 3. Juni 1098 in die Stadt einließ. Als Kerbogas Heer eintraf, saßen die Kreuzfahrer schon in der Stadt. Nun mußten sie die Belagerung ertragen, die zu einer katastrophalen Versorgungslage in der Stadt führte. Als einzige Rettung sah man schlißlich einen gewaltigen Ausfall an. Dieser gelang am 26. Juni 1098 und führte zur heillosen Flucht des muslimischen Heeres. Am 1. August 1098 starb Bischof Adhémar. Das Heer zog am 13. Januar 1099 weiter in Richtung Süden.
Der Marsch auf Jerusalem wurde so geführt, daß Auseinandersetzungen mit den muslimischen Fürsten vermieden wurden. Zahlreiche Städte und Burgen blieben unerobert. Über Beirut, Sidon, Tyrus, Akkon, Haifa und Jaffa zog das Kreuzheer voran. Am 6. Juni 1099 wurde Bethlehem erreicht und am 7. Juni 1099 erblickten die Ritter und Pilger zum ersten Mal im Glanz der Morgensonne die Mauern und Kuppeln Jerusalems. Die Opfer waren maßlos gewesen, viele waren auf dem Zug gefallen, waren verhungert, verdurstet und erfroren, aber zahllose andere hatten grausame Verbrechen begangen, hatten sich bereichert und Eide gebrochen. Dieses Heer aus frommen Pilgern und Strauchdieben, Fürsten und Söldnern, machte sich nun daran, die heiligste Stadt der Christenheit zu belagern.
Die einzelnen Abteilungen des Christenheeres begaben sich in die für einen Generalangriff günstigsten Ausgangspositionen. Ein Teil des Heers, geführt von Herzog Gottfried von Bouillon, lagerte sich nördlich der Stadt. Graf Raimund von Toulouse und seine provencalischen Truppen lagerten sich erst im Westen, dann im Süden. Diese Aufteilung zeigt auch die Konkurrenz zwischen den beiden Fürsten. Jeder von ihnen träumte davon, in dieser Stadt herrschen zu können. Schon am 13. Juni 1099 versuchten sie einen ersten Sturm auf die Mauern der Stadt, doch wurde dieser abgewehrt. Erst nach einer fünfwöchigen Belagerung und dem Bau dreier Belagerungstürme begann in der Nacht vom 13. auf den 14. Juli 1099 ein erneuter Generalangriff auf die Stadt. Es gelang, eine Bresche in die Nordmauer zu schlagen, doch gelang es nicht, durch diese einzudringen. Und so war erst drei Tage später die Möglichkeit gegeben, die Stadt in die Hand zu bekommen.
Am frühen Morgen des 15. Juli 1099 eröffneten die Kreuzfahrer von Norden und Süden her den Angriff. Leitern wurden an die Mauern gelegt, Katapulte schleuderten Steine und Brandsätze in die Stadt. Doch die Belagerten wehrten sich mit allen Mitteln. Vierzehn Katapulte beschossen die Belagerungstürme und Kriegsmaschinen der Christen. Allein neun davon nahmen den Belagerungsturm von Graf Raimund unter Beschuss, die fünf anderen konzentrierten sich im Norden geegn Herzog Gottfrieds Turm. Dort kam es beinahe zur Katastrophe: ein besonders gut gezielter Schuß tötete einen frt Gefährten des Herzogs und dieser selbst konnte sich nur mit höchster Not retten. Während aber Gottfried eigenhändig seinen Turm wieder instandsetzte, gelang es den Muslimen, Graf Raimunds Turm so schwer zu beschädigen, daß er von der Mauer abgezogen werden mußte.
Im Norden der Stadt rüchte der Turm dagegen immer näher an die Mauer. Alle Bemühungen, diesen in Brand zu setzen, schlugen fehl, sodaß schließlich gegen Mittag der Brückenschlag in der Nähe des heutigen Herodestores gelang. Im Schutz des Qualms eines brennenden Turms der Stadtbefestigung schoben die Ritter Herzog Gottfrieds lange Balken hinüber zur Mauerkrone. Dann stürmten als erste die flämischen Ritter Engelbert und Letold von Tournai hinüber. Vom Rauch bedrängt waren die muslimischen Verteidiger von der Mauer geflohen. Die Katapulte nutzten nichts mehr, die Steine flogen über den Belagerungsturm hinweg. Nun setzten durch das geöffnete Damaskustor und die Mauerbresche die übrigen Kreuzfahrer nach. Ungezählte Massen von Kämpfern und Pilgern strömten in die Heilige Stadt. Graf Raimund hatte den Angriff im Süden aufgegeben. Er verhandelte mit den letzten Resten der fatimidischen Garnison in der Zitadelle neben dem Jaffator. Unter Zusicherung ihrer eigenen Sicherheit ließen die Muslime die Provencalen in die Stadt ein. Der Graf besetzte die Zitadelle.
Die durch die Mauerbresche eingedrungene vieltausendkšpfige Menge stürmte zum Tempelplatz. Dort hob ein unsagbares Gemetzel an, wobei rücksichtslos alle Muslime getötet wurden. Die Chronisten schilderten später mit Entsetzen das Vorgehen der Christen.
Erst zum Abend hin beruhigte sich der Schlachtenlärm. Die Fürsten begaben sich in einer Prozession zur Grabeskirche, begleitet von Psalmen singenden Pilgern. Die überlebenden Christen der Stadt geleiteten sie zum Grab Christi. Nach diesem Tag das Mordens und Plünderns sangen die Sieger die Auferstehungsmesse. Das Gewissen regte sich erst später, und es waren die Mahner in Europa, die einen solchen Kampf an heiliger Stätte mißbilligten.
Um den Erfolg zu sichern wählte man am Ende der Kämpfe Gottfried von Bouillon zum ersten König von Jerusalem. Eine letzte Schlacht gegend en ägyptischen Wesir al-Afdal (Ws. 1094-1121) ging am 21. August 1099 zu Gunsten der Kreuzfahrer aus. Sie hatten ihre Eroberung gesichert.

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Die Kreuzfahrer im Hl. Land

Neben der Begründung des Königreichs Jerusalem war es in Verlauf des Ersten Kreuzzugs noch zu weiteren christlichen Staatsgründungen gekommen. Tankred, der Neffe Boemunds von Tarent, hatte Tarsus erobert, das aber Balduin von Boulogne, der Bruder Gottfrieds von Bouillon, für sich beanspruchte. Schließlich wandte sich Balduin nach Edessa, das er durch sein geschicktes Taktieren mit Toros, dem Herrn der Stadt, schnell für sich gewinnen konnte. Er übernahm die Herrschaft am 10. März 1098. Antiochia war in der Hand Boemunds von Tarent geblieben, was ihm am 5. November 1098 durch den Fürstenrat bestätigt worden war. Tankred schließlich begründete nach der Eroberung Jerusalems das Fürstentum Galilea.
So war inmitten des muslimischen Machtbereichs eine christliche Enklave entstanden, die in den nächsten fast 300 Jahren die Politik des Nahen Ostens bestimmen sollte. Der große Erfolg, aber auch die Bitten um Ersatz für die heimkehrenden Kreuzfahrer, führte zu einem Heerzug in den Nahen Osten, der allerdings scheiterte. Zwei Heersälen machten sich auf den Weg. Die Lombarden erreichten im Frühjahr 1101 Konstantinopel, marschierten dann nach Nikomedia, um sich mit Stephan von Blois und den Burgundern zu vereinigen und stießen nach Merzifon im nördlichen Anatolien vor. Mitte Juli 1101 wurden sie in einer mehrtägigen Schlacht von den vereinten Heeren Qilidsch Arslans, der Danischmendiden und Ridwans von Aleppo aufgerieben. Das zweite Heer unter Graf Wilhelm von Nevers geriet im September 1101 bei Heraclea in einen türkischen Hinterhalt und wurde ebenfalls vernichtet. Die Reste des Kreuzheeres retteten sich nach Antiochia, von wo sie sich auf den Weg nach Jerusalem machten. Das Vorhaben war kläglich gescheitert.

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Der Zweite Kreuzzug (1147-1149)

Der äßere Anlaß des Zweiten Kreuzzuges (1147-1149) war die Eroberung Edessas durch Zengi am 24. Dezember 1144. Papst Eugen III. (PM 1145-1153) erließ ein Jahr später am 1. Dezember 1145 die Bulle "Quantum praedecessores", die erste päpstliche Kreuzzugsbulle, mit der er vor allem in Frankreich für einen neuen Kreuzzug werben wollte. Die Reaktion bei der französischen Adressaten war nur schwach. Erst als Bernhard von Clairvaux in die Kreuzzugswerbung eingriff, stellte sich der Erfolg ein. Der Papst hatte ihm die alleinige Kreuzzugspredigt nördlich der Alpen übertragen, wo es nach einem ersten vergeblichen Anlauf gelang, auch König Konrad III. im Dezember 1146 für den Kreuzzug zu gewinnen. Im Mai 1147 erfolgte in Deutschland der Aufbruch. Schon auf dem Weitermarsch von Konstantinopel nach Süden stellten sich erste Schwierigkeiten ein. Das Heer Konrads III. wurde im Oktober 1147 bei Dorylaeum von den Seldschuken geschlagen und floh nach Nikaia. Auch die von Bischof Otto von Freising geführten Truppen wurden bei Laodicea vernichtend geschlagen. Von den französischen Kontingenten erzwang Kaiser Manuel Komnenos den Lehnseid. Diese vereinigten sich schließlich in Nikaia mit den Resten der Truppen Konrads III. Aber auch die Franzosen erlitten 1148 eine schwere Niederlage vor Laodicea. Schließlich trafen Ludwig VII. und Konrad III. in Akkon zusammen. In einer am 24. Juni 1148 abgehaltenen Sitzung der Haute Cour wurde beschlossen, den Kreuzzug nach Damaskus zu führen. Edessa konnte wegen der nun zu großen Entfernung nich mehr erreicht werden. Die Belagerung von Damaskus begann am 24. Juli 1148, mußte aber bald wieder aufgegeben werden. Das Heer hatte sich in eine zu ungünstige Situation manövriert. Konrad III. reiste am 8. September 1148 ab und derfranzösische König folgte ihm Ostern 1149. Damit war der Kreuzzug erfolglos beendet. Lediglich eine Gruppe englischer, flämischer und friesischer Kreuzfahrer hatte auf dem Weg einen Erfolg errungen, indem sie den Mauren Lissabon entrissen hatte.
Nach diesem Mißerfolg hatte sich in Europa eine weitgehende Kreuzzugsmüdigkeit breitgemacht. Erst die katastrophale Niederlage des Christenheeres bei Hattin am 4. Juli 1187 und der anschließende Verlust Jerusalems am 2. Oktober 1187 konnten das Interesse wieder wecken.

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Der Dritte Kreuzzug (1187-1192)

Am 29. Oktober 1187 erließ Papst Gregor VIII. seine Kreuzzugsenzyklika "Audita tremendi", mit der er zum Dritten Kreuzzug (1187-1192) aufrief. Die größten Herrscher dieser Zeit fühlten sich berufen, dem Aufruf Folge zu leisten. Richard Löwenherz und König Philipp II. Augustus von Frankreich nahmen am 21. Januar 1188 in Gisors das Kreuz. Kaiser Friedrich I. Barbarossa schlooß sich ihnen erst im März 1188 an. Das deutsche Kreuzheer brach am 11. Mai 1189 von Regensburg auf. Neben dem Kaiser nahmen auch Landgraf Ludwig VII. von Thüringen und Herzog Leopold V. von Österreich teil. Am 18. Mai 1190 errang das deutsche Heer bei Ikonion einen großen Sieg über die turkmenischen Truppen. Das so erfolgversprechende Unternehmen kam zu einem plötzlichen Ende, als der Kaiser am 10. Juni 1190 beim Bad im Fluß Salef zu Tode kam. Nur ein Teil des Heeres blieb im Orient und marschierte unter der Führung Herzog Friedrichs nach Antiochia. Schließlich traf es, stark dezimiert durch Krankheiten, am 7. Oktober 1190 vor Akkon ein. Die Stadt wurde schon seit dem 28. August 1190 belagert. Es gelang in diesem Jahr zwar nicht, Akkon zu erobern, aber durch den ständigen Zuzug war das Kreuzzug stark genug, sich gegen die Entsatzversuche Sultan Saladins sowie gegen die Ausfälle der Belagerten zu behaupten. Endlich traf am 20. April 1191 König Philipp II. Augustus von Frankreich ein, Richard Löwenherz folgte am 8. Juni 1191. Mit der Unterstützung durch die französischen Belagerungsmaschinen gelang es den Kreuzfahrern, am 12. Juli 1191 die Kapitulation der Stadt zu erzwingen. Richard Löwenherz setzte seine Kämpfe gegen das von Auflösung dezimierte Heer Saladins fort, wobei es ihm gelang, den für eine spätere Rückeroberung Jerusalems so wichtigen Hafen Jaffa am 7. September 1191 zu erobern. Doch diese Hafenstadt ging schon im Sommer 1192 wieder verloren. Richards Auseinandersetzungen mit Saladin endeten in einem Waffenstillstand über drei Jahre, der am 2. September 1192 geschlossen wurde. Schon am 9. Oktober 1192 kehrte Richard Löwenherz dem Hl. Land den Rücken.

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Der Kreuzzug Kaiser Heinrichs VI. (1195-1197)

Kaiser Heinrich VI. (Ks. 1190-1197) trat nicht allein als Herrscher das Erbe seines Vaters Friedrich I. Barbarossa (Ks. 1152-1190) an. Auch als Kreuzfahrer wollte er in die Fu§stapfen seines Vaters treten. Das Kreuzzugsprojekt gehšrte dabei zu seinem Projekt, die Kaiserherrschaft zu einer Weltmonarchie zu machen. Kšnig Richard I. Lšwenherz von England (Kg. 1189-1199) hatte England von ihm zu Lehen nehmen mŸssen, auch unterwarf sich Leo II. von Kleinarmenien als Lehnsmann, hinzu kam die Kršnung Heinrichs VI. zum Kšnig des sŸditalienischen Normannenreiches im Jahr 1194 und die Verlobung seines Bruders Philipp von Schwaben mit Irene, der Tochter des Basileus Isaak II. Angelos. Kšnig Amalrich von Zypern huldigte dem Kaiser.
Am Osterfest des Jahres 1195 nahm Heinrich VI. das Kreuz. Dieser Entschluß wurde von Papst Cölestin III. in einem Brief vom 27. April 1195 an den Kaiser gelobt. Ein Kreuzzugsaufruf des Papstes folgte im Juli 1195. Doch das VerhŠltnis zwischen Kaiser und Papst blieb angespannt, im Jahr 1196 verweigerte er Heinrich VI. eine Unterredung, veranlaßte aber die Kreuzpredigt in Deutschland.
Im Mai 1197 sammelten sich die ersten Kreuzfahrer in Sizilien. Sie wurden bei der Niederwerfung eines vom Papst unterstützten Aufstands der normannischen Barone Siziliens eingesetzt, käpften also gegen Christen, der erste deutliche Mißbrauch eines Kreuzzugsheeres. Die von Heinrich von Brabant geführten Truppen trafen schließlich im August 1197 in Akkon ein. Als Heinrich von der Champagne am 10. September 1197 durch einen Fenstersturz zu Tode kam, Ÿbernahm Heinrich von Brabant im Hl. Land die Regierungsgewalt. Am 20. September 1197 traf ein weiteres deutsches Heer unter der Führung von Erzbischof Konrad von Mainz ein. Schon im folgenden Monat konnten diese Truppen das von den Muslimen schon aufgegebene Sidon und Beirut besetzen (24. Oktober 1197), womit die Landverbindung zwischen Akkon und der Grafschaft Tripolis wiederhergestellt war. Die im November 1197 folgende Belagerung von Toron führte nicht zum Erfolg. Zwar war die Stadt zunŠchst zur Übergabe bereit, doch verlangten die Kreuzfahrer die bedingungslose Kapitulation. Dies hätte für die muslimischen Verteidiger maßlose Greuel bedeutet. Als schließlich auch noch ein Entsatzheer aus Ägypten herannahte, erfuhren die Belagerer, daß Kaiser Heinrich VI. schon im September in Messina am Sumpffieber gestorben war. Diese Nachricht und die Bedrohung durch das muslimische Heer bewog sie zur Aufgabe der Belagerung. Am 2. Februar 1198 war das ägyptische Heer heran, doch das schlachtbereite deutsche Heer wurde kopflos, als Gerüchte umgingen, die Barone seien geflohen. In aller Eile brachen die Truppen nach Tyros auf, von wo sie schon wenige Tage später nach Europa einschifften. Der einzige Erfolg dieses Kreuzzuges war die Rückeroberung Beiruts.

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Der Vierte Kreuzzug (1198-1204)

Mit dem Vierten Kreuzzug (1198-1204) erlebte die Kreuzzugsbewegung ihren Tiefpunkt. Im August 1198 proklamierte der neue Papst Innozenz III. einen Kreuzzug, wobei er sich gezielt an die hohe Geistlichkeit, den Hochadel und die italienischen Seestädte wandte. Im November 1199 wurden die ersten Kontingente formiert. Das Kreuz nahmen die Grafen Theobald von der Champagne und Ludwig von Blois, sowie der Marschall der Champagne, Gottfried de Villehardouin. Des weiteren schlossen sich dem Zug Graf Balduin von Flandern und Hennegau sowie weitere französische Adelige an.
In einem Geheimvertrag mit Venedig wurde Ägypten als Kriegsziel festgesetzt. Tatsächlich wäre ein entscheidender Vorstoß gegen Jerusalem nur möglich gewesen, wenn zuvor das Zentrum der Aiubiden zerschlagen worden wäre. In Venedig kamen aber nur 11000 Kreuzfahre zusammen, zuwenige, um den festgesetzten Transportpreis aufzubringen. Nun bot der Doge Enrico Dandolo an, dem Heer zu helfen, wenn es sich bereitfände, die Stadt Zara zu erobern. Dies geschah am 24. November 1202. Zum ersten Mal hatte sich ein Kreuzzugsheer gegen eine christliche Stadt gewandt. In Zara stießen Gesandte König Philipps von Schwaben zum Heer, die den Vorschlag machten, den Kreuzzug gegen Konstantinopel zu wenden, um dort Alexios V. auf den Thron zu helfen. Trotz aller Proteste aus den eigenen Reihen warf die Kreuzfahrerflotte am 24. Juni 1203 Anker gegenüber von Konstantinopel.
Der Angriff wurde gegen die Stadt vorgetragen, die am 13. April 1204 den Kreuzfahrern in die Hände fiel. Die folgenden drei Tage sahen die Schrecken einer maßlosen Plünderung. Was bis zu diesen Tagen an antiken Kunstschätzen und Reliquien erhalten geblieben war, wurde nun geraubt oder zerstört. Die Venezianer warn am Ziel, sie hatten ihren mächtigsten Rivalen im östlichen Mittelmeer zerschlagen. Auf die Eroberung folgte das kurze Zwischenspiel des "Lateinischen Kaisertums von Byzanz".

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Der Kinderkreuzzug (1212)

In der allgemeinen Kreuzzugsbegeisterung der ersten Jahre des 13. Jahrhunderts kam es im Jahr 1212 zum Kinderkreuzzug. Diese Bewegung hatte ihren Ursprung in den Rheinländern und in Niederlothringen. Tausende von Kindern und Jugendlichen zogen südwärts nach Italien, wo sie am 25. August 1212 in Genua eintrafen. Einige wurden auf Schiffe verladen und in die Sklaverei verkauft. Die meisten kehrten unter weiteren großen Verlusten durch die Strapazen des Marsches über die Alpen nach Hause zurück.

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Der Fünfte Kreuzzug (1217-1221)

Nochmals warb Papst Innozenz III. mit seiner Bulle "Quia maior" für einen Kreuzzug. Dieser Fünfte Kreuzzug (1217-1221) brach im August 1217 von Split aus auf. Geführt wurde dieser Zug von Herzog Leopold VI. von Österreich und König Andreas von Ungarn. Die in Akkon angelandeten Truppen unternahmen zwar einige Aktionen gegen die Sarazenen, konnten aber keinen entscheidenden Erfolg erringen. Erst nach dem Eintreffen weiterer Verbände wurde ein Feldzug gegen die ägyptische Stadt Damiette beschlossen. Ende Mai 1218 wurde das Lager der Kreuzfahrer gegenüber der Stadt aufgeschlagen. Der strategisch wichtige "Kettenturm" konnte am 24. August 1218 erobert werden. Die weiteren Kämpfe zogen sich hin.
Das Heer wurde durch Pelagius gespalten, es war aber möglich, einen Angriff al-Kamils auf das Lager abzuwehren. Schließlich konnten die Kreuzfahrer am 5. Februar 1219 Damiette einkreisen. Der Sultan bot in dieser Situation die Rückgabe Jerusalems an, was aber an Pelagius scheiterte. Daraufhin nahm der Sultan den Kampf wieder auf. Die Lage in Damiette wurde aber unhaltbar, sodaß die Kreuzfahrer die Stadt am 5. Februar 1219 besetzen konnten. Nun versuchten sie sich an weiteren militärischen Operationen in Ägypten. Im August 1221 vereinigten sich aber die drei aiubidischen Brüder und scnitten das Frankenheer von Damiette ab. Am 27. August 1221 erzwang al-Kamil die Rämung Ägyptens und konnte am 8. September 1221 als Sieger in Damiette einziehen.

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Der Sechste Kreuzzug (1228-1229)

Der Sechste Kreuzzug (1228-1229) war der Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. Schon im Jahr 1225 hatte er dieses Unternehmen gelobt, doch hielten ihn die politischen Umstände immer wieder von der Ausführung des Vorhabens ab. Große Hoffnungen wurden in die Hochzeit des Kaisers mit Isabella von Brienne, der Erbin der Krone des Königreichs Jerusalem, gesetzt. Doch dauerte es bis 1228, daß Friedrich II. aufbrach. Am 29. September 1228 wurde er durch Papst Gregor IX. gebannt. Dies hielt den Kaiser aber nicht davon ab, am 28. Juni 1228 ins Hl. Land aufzubrechen. Gleich nach der Landung bemühte sich Friedrich II. um eine politische Lösung der Jerusalem-Frage. Schließlich schloß er am 18. Februar 1229 einen Friedensvertrag mit Sultan al-Kamil, der ihm Jerusalem überließ. Am 18. März 1229 ging Friedrich II. in der Grabeskirche unter der Krone Jerusalems. Die politische Lage in Italien zwang den Kaiser aber, am 1. Mai 1229 das Hl. Land überstürzt zu verlassen.

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Der Siebte Kreuzzug (1248-1254)

Der Erfolg Friedrichs II. sollte nicht lange vorhalten. Schon im Jahr 1241 ging Jerusalem für die Christenheit endgültig verloren, nie wieder sollte die Stadt Teil eines christlichen Herrschaftsgebietes sein. Als Papst Innozenz IV. im Jahr 1245 für den Siebenten Kreuzzug (1248-1254) warb, hatte er zunächst keinen Erfolg. Schon im Dezember 1245 hatte allerdings König Ludwig d. Hl. von Frankreich das Kreuz genommen. Sein Ziel war Damiette, das er am 5. Juni 1249 erreichte. Die Truppen rückten in Richtung Kairo vor und gelangten Mitte Dezember 1249 bei al-Mansura an. Es gelang zwar, am 8. Februar 1250 den Nilübergang zu erzwingen, aber in al-Mansura erlitten die Kreuzfahrer eine schmähliche Niederlage. Von den ägyptischen Truppen bedrängt kapitulierte das Heer am 6. April 1250 auf dem halben Weg nach Damiette. Der König geriet in Gefangenschaft, aus der er sich durch die Übergabe Damiettes löste. Am 8. Mai 1250 segelte Ludwig nach Akkon ab, von wo aus er das Hl. Land regierte, bis er am 24. April 1254 die Heimreise antrat.

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Die Mongolen

In der Zwischenzeit war den Kreuzfahrerstaaten mit dem Vordringen der Mongolen die Hoffnung entstanden, daß sich hinter dem Rücken der islamischen Feinde ein neuer Verbündeter finden ließe. Doch die hochgespannten Erwartungen erwiesen sich als falsch. Die Armenier schlossen einen Bund mit den Mongolen und halfen diesen bei der Eroberung Aleppos. Das Königreich Jerusalem zeigte starke Auflösungserscheinungen. Die Einzelinteressen überwogen, wodurch keine einheitliche Politik mehr zustande kam. Auch hatte es in Ägypten einen Umsturz gegeben, der die Mamluken zur Herrschaft brachte. Aus diesen ging Sultan Baibars hervor. Nach sorgfältigen Vorbereitungen schlug er 1263 gegen das Königreich Jerusalem los. Der Höhepunkt seines Eroberungszuges war die Einnahme von Antiochia im Jahr 1272. (Eine ausführlichere Darstellung finden Sie HIER.)

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Der Achte Kreuzzug (1270)

Schon im Jahr 1265 hatte Ludwig d. Hl. unter dem Eindruck der Ereignisse das Kreuz erneut genommen. Dieser Achte Kreuzzug (1270) hatte jedoch keinen Erfolg. König Ludwig wollte gegen Tunis ziehen, wo er am 25. August 1270 im Feldlager starb. Der Kreuzzug wurde daraufhin am 1. November 1270 von Karl von Anjou abgebrochen.

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Das Ende des Königreiches Jerusalem

Dem Königreich Jerusalem waren noch 21 Jahre vergönnt. Zu neuerlichen Kreuzzügen kam es nicht mehr, wenn auch Papst Gregor X. sich darum bemühte. Im Jahr 1277 starb Sultan Baibars und Qalawun folgte ihm im Amt. Dieser begann entgegen allen bestehenden Verträgen mit den Franken einen rücksichtslosen Feldzug, dem in schneller Folge alle fränkischen Besitzungen zum Opfer fielen. 1290 rückte er gegen Akkon vor. Am 6. April 1291 begann die Belagerung, am 15. Mai 1291 fiel die Mauer. Der 18. Mai 1291 brachte den Belagerten das Ende, während die Templer noch bis zum 28. Mai 1291 in ihrem Haus aushielten, wo sie unter heftiger Gegenwehr niedergemacht wurden. Tyrus kapitulierte am 19. Mai 1291. Der letzte fränkische Stützpunkt, die Insel Ruad, rämten die Templer im Jahr 1303. Mit dem völligen Untergang der Kreuzfahrerstaaten war die Zeit der Kreuzzüge ins Hl. Land zuende.

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