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Die Bundeslade
Die
Geschichte des Gottesthrones
von Jörg Dendl |
Letztes Update:
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| Inhalt | |
|---|---|
| 1. | Ägypten und die Lade |
| 2. | Mose, der "Ägypter" |
| 3. | Der Exodus |
| 4. | Die Eroberung des Heiligen Landes |
| 5. | Die Lade in der Richterzeit |
| 6. | König David und die Lade |
| 7. | Salomos Tempel |
| 8. | Die Zeit der zwei Reiche |
| 9. | Josias Reform |
| 10. | Der Verlust |
| 11. | Die Suche |
| 12. | Die Lade in Chartres |
| 13. | Literatur |
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Die Herkunft der Bundeslade aus Ägypten
Die frühe Geschichte der Hebräer [1]
ist nach der biblischen Überlieferung auf das engste mit
Ägypten verknüpft. Schon in früheren Publkationen wurden
Vermutungen über den Ursprung der jüdischen Religion in
Ägypten angestellt. Die Berichte der biblischen Bücher
Genesis und Exodus lassen mit ihren starken Bezügen zu
Ägypten diesen Verdacht aufkommen.
Nach der landläfigen Lesart der Bibel wurde die Bundeslade auf den
Auftrag des Gottes JHWH hin am Berg Horeb angefertigt, um die Tafeln
mit den 10 Geboten aufzunehmen, die Mose auf dem Berg erhalten hatte.
Werden die betreffenden Textstellen allerdings einer textkritischen
Analyse unterworfen, so kommen Zweifel an der überlieferten
Herkunft auf.
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Der Exodus



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Die Eroberung des Heiligen Landes

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Die Lade in der Richterzeit
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David und Jerusalem

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Zwei Reiche, ein Heiligtum
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Josias Reform
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Der Verlust
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Die Bundeslade in Chartres
©2005 by Jörg Dendl
Die Suche nach der Bundeslade fü:hrt auch nach Frankreich. An der Kathedrale von Chartres finden sich zwei Reliefs, die das Heiligtumdarstellen. Der französische Autor Louis Charpentier wies darauf in seinem Buch "Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres" (Köln 1972) ausdrücklich hin und schreibt zu diesen Reliefs:
»[S. 66:] Im Nordportal von Chartres, sem sogenannten Eingeweihtenportal,
gibt es zwei kleine Sälen, die reliefartig vorstehen. Die eine
trägt - in Stein gehauen - die Szene, wie ein Paar Ochsen die
Bundeslade zieht; darunter befindet sich die Inschrift: Archa
cederis. Auf der anderen Säle erscheint die Lade wieder; sie
wird hier von einem Mann mit einem Tuch umhüllt oder wird von ihm
- durch das Tuch geschützt - ergriffen; daneben befindet sich ein
Haufen Gefallener, unter ihnen ein Ritter im Panzerhemd. Die Inschrift
der Säle lautet: Hic amititur Archa cederis (amititur
steht wahrscheinlich für amittitur). Der feinsinnige
Latinist Eug�ne Canseliet schreibt mir dazu: Die Inschriften
erweisen sich als nicht sehr sprechend: Archa cederis: Durch die
Bundeslade wirst du wirken; hic ammittitur, archa cederis: Hier
läßt man gehen, durch die Bundeslade wirst du wirken.
Mir sagen die Inschriften, zumindest die erste, durchaus etwas.
Vielleicht haben wir hier den Hintergrund für die Ordnungen der
Kathedrale von Chartres, deren architektonische Darstellung -
wissenschaftsgeschichtlich gesehen - jener damaligen Epoche - ja sogar
unserer eigenen - gar nicht zuzutrauen wäre. Vielleicht kann nur
dann Licht in die Zusammenhänge gebracht werden, wenn man den
Gebrauch eines Dokumentes von der Art, wie es die Gesetzestafeln sind,
nicht ausschließt. [...] Die dargestellten Szenen sind
offensichtlich biblisch. Man erkennt den Transport der Bundeslade und
ihren Verlust in der Schlacht gegen die Philister wieder. Ich
möchte aber auf eine eigentümlichkeit aufmerksam machen, ohne
- vorschnell und [S. 67:] vielleicht gewagt - eine Beziehung
dieser Szenen zu einem mšglichen Transport der Lade durch die Templer
herzustellen. Die dargestellte Lade selbst - ein mit Rädern
versehener, eisenbeschlagener Kasten - wird von Ochsen gezogen, anders
als in der Schrift, wo es heißt: Und sie ließen die
Lade Gottes führen auf einem neuen Wagen (2. Samuel 6,3). Es
kann sich nicht um eine Stilisierung von Lade und Wagen handeln, denn
auch in der Schlachtszene ergreift der Mann eine mit Rädern
versehene Lade. [...] Die Kathedralbaumeister hätten wissem
müssen, welchen Wert die Schrift darauf legte, daß die Lade,
wenn sie von Menschenhand bewegt wurde, nur an den durch Ringe
gesteckten Stangen getragen wurde, die nicht herausgezogen werden
durften; von Radachsen ist da keine Rede. Die Säle stellt aber
einen Mann dar, der, nur durch ein Tuch geschützt, die Lade mit
bloßen Händen aufnimmt. Hat der Baumeister von Chartres etwa
besondere Kenntnisse über das Aussehen der Lade besessen?
Es gibt keine besseren Beweise für eine Überführung der
Lade nach Frankreich - der Bundeslade selbst oder einer Nachbildung -
als diejenigen, die man nicht wahrnimmt, weil sie zu sehr ins Auge
springen: die gotischen Kathedralen.« [Charpentier, 1972, S.
66-67]
»Was durch die Templer ins Abendland gebrachgt wurde, muß gar nicht einmal die Bundeslade, müssen nicht die Gesetzestafeln gewesen sein: aber ein Dokument beseonderer Art war es gewiß.« [Charpentier, 1972, S. 68]
Die Suche




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Anmerkungen
[1] Als "Hebräer" werden im folgenden die Stämme bezeichnet, die unter Mose Ägypten verließen und später in Kanaan eindrangen. Von "Juden" kann zu dieser Zeit noch nicht gesprochen werden.
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